Freitag, 1. November 2013

S' KOASAMANNDL

 
Im Roman "Die Wand" der österreichischen Schriftstellerin Marlene Haushofer mit der ich mir 50% meines Pseudo-Geburtsnamens teile, begleitet die 40jährige "namenlose" 40jährige Erzählerin ihre Cousine und deren Mann in eine abgelegene Berghütte, in der sie am nächsten Morgen allein aufwacht um festzustellen, dass sie von der Außenwelt (Jenseits) durch eine Glaswand, die im Facebook-Zeitalter durch eine transparente Plastikhaut ersetzt wird, getrennt ist. Es scheint, als habe ein großes Unglück alle – zumindest aber alle ihr durch die gläserne Wand sichtbaren – Lebewesen getötet. Damit wäre sie durch die rätselhafte Wand zugleich geschützt und gefangen. Da sich das von der Wand umschlossene Gebiet über mehrere Jagdreviere erstreckt, lernt die an Knochenkrebs erkrankte und am 21. März 1970 verstorbene Erzählerin im Lauf der Zeit, sich von den verbliebenen Vorräten, den Früchten und Tieren des Waldes und ihrem Garten zu ernähren. Zur Sorge um ihre eigene Existenz kommt dabei bald die Sorge um einen Hund, eine trächtige Kuh sowie Katzen, die ihr zugelaufen sind. Im Winter, wenn der Schnee sie ins Haus verbannt, holt sie ihre Notizen hervor und schreibt ihre Lebensgeschichte, von der sie nicht weiß, ob sie jemand lesen wird oder nicht. 2012 kam "Die Wand" in die Kinos was soviel heißt, dass sie auf DVD bzw. in BLU RAY erhältlich ist. Zum ersten Mal hörte ich von der Haushofer-Wand auf dem südsteierischen Drachenberg, der so abgelegen ist, dass Besucherinnen, die zum ersten Mal anreisten, die autofahrende 33,3%ige Hauszofe als Lotsin benötigten, um ins Jagdrevier bzw. in die Trojaburg der 66,6%igen, die sich in ihren Kriminalromanen als "Schwarze Witwe" bezeichnet, zu gelangen. Auf meiner Jungfernfahrt im feuerroten Max 630 begleitete mich Lady Shamrock, die exakt zwei Monate nach 9/11 auch an der Entdeckungsreise zur nicht minder isolierten Klostermühle teilnahm.  Anders wie auf der Fahrt in die Südsteiermark, saß bei meiner Klostermühlen-Prämiere nicht ich sondern eine Münchner Umweltaktivistin aus Karlsruhe am Steuer, deren Freundin meinem künftigen "Hochzeiter" jene kolumbianische Bio-Banane schenkte, mit der mich "Che" am 20. März 2004 über den Jordan lockte.

Dass ich Bassamedi, der sich mir mit dem väterlichen Zweitnamen Daoud (David) zu erkennen gab, genau auf dem Münchner Drachenkreuzungpunkt über den Weg gelaufen bin, lässt sich durch die grüne Würmesia erahnen, die Ecke Wein-/Marienplatz ziemlich sportlich am  Münzinger Rathaus hochkraxelt. Seit gestern (Muttertag 2013) bin ich dem patriarchalen Geheimnis der "Drachen-Geometrie" noch ein Stück näher gerückt, jedenfalls weiß ich jetzt, dass der Münchner Omphal(l)os, am Drachenlinien-Kreuzungspunkt Haidhauser (Tal), Neuhauser, Sendlinger und Schwabinger Straße, ursprünglich durch einen Neptun-Trinkwasserbrunnen markiert worden ist, welcher aus ungeklärten Gründen (Pest, Cholera) Ende des 18. Jahrhunderts versiegelt wurde. Auf halbem Weg zwischen dem Neptunbrunnen am einstigen Schrannenplatz (Marienplatz), welcher u. a. als Hinrichtungsstätte diente, und der der dämonischen Mariensäule (*1638)  traf mich zwei Tage vor meinem 48igsten Geburtstag, besser gesagt zu Beginn meines 49ten Lebensjahres jener Kali-Blitz, der schon des öfteren in den Glockenturm der Stadtpfarrkirche St. Peter einschlug. Zuletzt geschah dies am 27. Juli 1995 (Kybele), als gegen 20:45 ein astrapi (griechisch: Blitz) den Aussichtsturm einer katholischen Bethkirche traf, in deren Sakristei sich die 99jährigen Brautleute Franz (56) und Anka (43) Haußmann geb. Popp an Valentin 1956 vom damaligen Stadtpfarrer Zistl, der sich u. a. mit Albrecht von Passauer und German Bestelmeyer den Sendlinger Waldfriedhof teilt, den kirchlichen Segen erteilen zu lassen nach der christlichen Maxime: Ab sofort seid ihr Mann und Weib, bis dass der Tod, der in Bavaria Boandlkramer (Knochen-/Reliquienhändler) heißt, euch das Leben nimmt.
Einer dieser angesehenen Reliquienhändler, Ratsherr Franz Benedikt Hoeger, vermittelte im barocken Heiligen Jahr 1675 der Münchner Peterskirche die Gebeine einer Märtyerin namens Munditia (lateinisch: Erdgöttin) deren sterbliche Überreste nicht wie beurkundet aus den römischen Cyriaca-Katakomben entnommen wurden, sondern aus einem Heidengrab in einer Gemeinde am Nordufer des Sauberger Forstes, in der sich die steinreichen Hoegers ein Schlösschen nebst gleichnamiger Kapelle leisten konnten, die dem "Heiligsten Kreuz" geweiht wurde. Die Kirchweih fand am 18. Oktober 1699 in jener finsteren Epoche statt, in der bayerische Bauern, die unter der Willkür der hungrigen Habsburger zu leiden hatten, einen Aufstand probten, welcher als Sendlinger Mordweihnacht (1705) in die Geschichte einging. Schlüsselfigur der SM-Weihnacht ist/war der Turn-und-Taxis-Posthalter der damaligen Hoeger-Gemeinde, der aufgrund seiner Position die Fusion zwischen den bäuerlichen Revoluzzern aus Niederbayern und denen aus dem Oberland koordinieren sollte. Eine spektakuläre Pseudo-Verhaftung, bei der der verräterische V-Mann der Habsburger wie vom Erdboden verschluckt auf nimmer Wiedersehen entkommen konnte, führte zum blutigen Ende der Bayerischen Revolution, die aus meiner Sicht die marianische Urmutter der Französischen ist. Fünf Wochen nach dem Massaker (29. Januar 1706) wurde Johann Clanze, einer der Anführer, die der hoegerische Posthalter ins Messer laufen ließ, auf dem Schrannen(marien)platz mit dem Schwert enthauptet. Die Tatsache, dass meine alleinerziehende O-Mama vom Erlös des hausmännischen Geisterhauses anno 1973 in der Clanze 49 (Stadtteil Sendling) eine Eigentumswohnung erwarb, macht deutlich, wie umständlich es ist, sich als enthauptete(s) Gespenst über Generationen hinweg Gehör zu verschaffen.
12 Jahre bevor der Möbelwagen unsere Habseligkeiten nach Sendling kutschierte, wurde der letzte männliche Eigentümer des Geisterhauses, welcher in der Nacht vom 18/19. Oktober 61 starb, im fünften Jahr seines ehelichen Treugelübtes in der St. Peter-Sakristei, in der zur Aussegnungshalle umfunktionierten Hoegerkapelle aufgebahrt bzw. öffentlich an den Pranger gestellt. Spiritueller Hausherr der einstigen Totenkapelle, die durch einen Neubau gegenüber unseres Geisterhauses ersetzt wurde, ist ein "römischer" Katakomben-Märtyer namens Fidel Castro - sorry - Fidelis, welcher meinem Pseudo-Papa, wie schon dessen an Karfreitag 1954 verstorbenen Gebärmutter (Cäcilie "Cili" Haußmann geb. Gerg), zum Totentanz aufspielte. Dass der Glockenturm der Hoeger-Schlosskapelle bis dato exakt ins Rückenmark der XIIer-Drachin (Tarot: Gehängte/Prüfung) sticht, weiß ich vom Ahndl "Cili", die sich bei meiner Zeugung postum verewigte, um es ihrer vermaledeiten Schwiegertochter heimzuzahlen. So gesehen bin ich vor meiner zu Fleisch gewordenen cicilianischen Reinkarnation in der Hoegerkapelle Augenzeugin einer kreuzfidelen Totentanz-Passion geworden, die nach drei Tagen mit der Wiedergeburt bzw. Renaissance des Herrn ihren Höhepunkt (Orgasmus) erreichte.
Mit der christlichen Auferstehung, die die Sendlingerin Cäcilia Gerg, eheliche Haußmann nutzte, um a) das Wunder von Bern zu forcieren und b) eine rasche Wiedergeburt zu erwirken,  beginnt eine vom Mondkalender abhängige Leidenschaftsphase, die Buddhisten Samsara nennen. Eine der wenigen "Hebammen", die den geistigen Ausweg aus dem irdischen Riesenhamsterrad kennen ist die bunte Tara, welche in der jiddisch-deutschen Welthandelssprache zur "Verpackung" verkümmert ist. Im Fall der 49 Zaubersteine setzte sich die Tara aus einem Karton mit der Aufschrift "Verdruss kehrt zurück" sowie dem Hausmüll einer Absenderin zusammen, die nach meiner Verbannung vom steierischen Drachenberg den "Club der Schönfärberinnen" gründete. Verdi wie der gleichnamige Komponist, welcher u. a. "Arida" und Nabucco vertonte, heißt in der italienischen Sprache GRÜN, wie die gift- bzw. drachengrüne Tara. Der beim Verbrennungsprozess entstehende Ruß ist schwarz wie die Trauerfarbe, die abendländische Witwen traditionell im ersten Trauerjahr tragen. Obwohl rußige Kaminkehrer keine Trauer sondern Glück ins Haus bringen, werden russische Bolschewiken, die den braunen Nazis in Stalingrad den Endsieg vermasselten, mit der Farbe ROSSO assoziiert. Um eine Hakenkreuzfahne zu Ehren von NS-Superstar Zschäpe hissen zu können, mangelt es noch an einer schneeweißen Kreisfläche, auf der sich eine schwarze Schwastika (Sanskrit: Glücksbringer) dreht. Hinduisten, bei denen die Trauer durch die Farbe weiß zum Ausdruck kommt, gelten das rechtsdrehende Sonnenrad und das linksdrehende Sonnenrad als Glücksbringer. Dass diese das Gegenteil bewirken können, demonstriert Drachenschlange, die, im buddhistischen Anatolien (griechisch: Osten) als Symbol für Glück und Wohlstand verehrt, im jüdisch-christlichen Abendland, verteufelt wurde, obwohl sich die giftige Hippokrates-Gilde nicht mit einem Totenkopf (Skull & Bones) sondern einem Schlangenzauberstab schmückt. Bei den Hellenen galt der homophile Apollon, ein androgyner Zwillingsbruder der Artemis, welcher sich gewaltsam das Gaia-Orakel von Delphi unter den Nagel riss, als Heiler jener Krankheiten, welche er verursacht hatte. Bei Franz Haußmann (*19. Dezember 1900), welcher zwei Monate vor seinem 61ten Geburtstag in der Nacht vom 18./19. Oktober 1961 im Yantsinger Geisterhaus, von der Boandlkramerin erlöst wurde, kam jede medizinische Hilfe zu spät...

"De...kommt ma nua üb'a mei Leich ins Haus", knurrte die "alleinerziehende" Cäcilie Gerg, verwitwete Haußmann und befahl ihrem kinderlosen Stammhalter die "Madame" im Waschhaus einzuquartieren. Hätte Franz Haußmann Junior, der vom Werkstattleiter zum Liebhaber und vom Liebhaber zum Ehemann mutiert ist, an dieser Stelle Rückgrat (spina dorsalis) gezeigt und sich eine Dienstwohnung in der Stadt genommen, wäre das "Schicksal" in andere Bahnen gelenkt worden, das ein halbes Jahr nach der bürgerlichen Eheschließung (10. August 1953) auf dem Standesamt in der Nymphenburger, für die vom Darmkrebs erlöste Schwiegermutter der "Popelka" (tschechisch: Aschenputtel) an Karfreitag 54 die Sterbeglocke läutete. Bald darauf kam bei den Edelmännern auf dem Kaisersberg nach zwei mädchenhaften Fehlversuchen an Pfingstdienstag 1954 (8. Juni) der ersehnte Stammhalter zur Welt. Der verliebte sich in den olympischen Sommerferien 1972 auf der Jungfernfahrt zu einem Tanzkurs unsterblich in diejenige, welche, im Rückspiegel gut sichtbar, hinter dem Wagenlenker saß, der neuerdings von der Weglager angehimmelt wurde. Die hatte es ursprünglich auf ihren charmanten Nachbarn abgesehen, doch als der "tolle" Franz der nicht minder schönen Edelmann Luise ernsthaft den Hof machte, musste die Hinterbliebene umdisponieren. So kam es, dass die Weglager, stolz wie ein Pfau auf dem Beifahrersitz thronend, auf der Jungfernfahrt zum Tanzkurs vergeblich die Hochzeitsglocken läuten hörte.
Bei lupenreinen Freundschaften ist es Ehrensache, dass ich mich nicht in Herzensangelegenheiten einmische, aber da sich die Enkelin des Reichenhaller Bahnhofsvorsteher im Laufe der Jahre als unloyal, hinterlistig und verräterisch entpuppt hatte, sah ich keinen Grund meine Gefühle für einen Unbekannten zu kastrieren, den ich nur vom Hörensagen kannte, obwohl der Kaiserberg statistisch zu jener verwunschenen Gemeinde gehört, in der ich aufgewachsen bin. Wäre mir der Edelmann Lorenz zufällig über den Weg gelaufen, hätte ich ihn vermutlich nicht als solchen erkannt, da der Kaiserberg für mich bis zu jenem verhängnisvollen Abend, als ein weißer Opel Kadett vor unserem Geisterhaus parkte, um mich zu einem Tanzkurs abzuholen, ein unsichtbarer  Fleck auf meiner Landkarte war. Das änderte sich, nachdem Amors Pfeil ins Schwarze getroffen hatte, fortan mutierte die Einöde auf dem Neufarner Berg zum Nabel der Welt, der für die einen Omphalus, Al-maghāra, Ygdrassil oder Meru heißt. Ob wir ohne meine unplanmäßige Schwangerschaft geheiratet hätten, lässt sich rückwirkend nicht beurteilen, Fakt ist, dass die Übelkeit, die mich in den ersten Schwangerschaftswochen plagte, im Vergleich zu dem, was in dieser Zeit auf mich hereinbrach, noch das geringste Übel gewesen ist. Es schien so, als hätte sich bis auf den Märchenprinzen, der sich über die Geburt unserer Erstgeborenen wie der Schell'nkini freute. Der Schellen- bzw. K.a.r.o-König entspricht im Tarot dem Münzkönig, den Margarete Petersen in ihrem gleichnamigen Tarot wie folgt beschreibt:  Zu der Frau, die mich hervorbrachte, fühle ich eine starke Anziehung. Ein Teil meines Seins wollte dort bleiben. Aber die Gesetze der Evolution forderten andere Maßnahmen. Mein Geist versuchte, dieses unerfüllte Verlangen zu verstehen. Er zähmte mein Begehren, mein Verlangen und meinen Körper, getrieben durch das Gefühl des Getrenntseins zügelte ich das, was Trieb und Instinkt genannt wird. Aus einer tiefen Verletzung und Traurigkeit schuf ich mächtige Gebäude, baute Kathedralen und schraubte mich in den Himmel. Ich pflege und kultiviere das Land, baue Gärten, Terrassen und bestelle die Felder, sorge für Nahrung. Entdecke unbekannte Kontinente und grabe nach den Schätzen der Erde. Horte und verteile, wenn mich die Gier reitet, töte ich. Meine Herkunft und meine Wurzeln vergessend, werde ich grausam. Meiner Zugehörigkeit bewusst, stelle ich meine Fähigkeiten in den Dienst der Gemeinschaft. Die Frau, die ich meine Gefährtin nenne, hob den Schleier meiner Verblendungen.
"Die Frau, die der Schellen-Karo-König einst seine Gefährtin nannte, gab dem Stammhalter des Kaisers, als dieser ihr zuliebe den Schleier hob und auf den Thron verzichteten wollte, den Laufpass - seither ist der Vater meiner Leibhaftigen, der im Gegensatz zu mir, die Verantworung für "unser Kind übernahm, erblindet wie jene Christian-Andersen-Märchenfigur, der es im Reich der Schneekönigin nicht gelingt das Lösungswort "E.w.i.g.k.e.i.t" zu schreiben. Obendrein war ich es, die aus tiefer Verletzung und Traurigkeit mächtige Gebäude errichten wollte wie Zaha Hadid, die mir, an Samhain 1950 in Bagdad geboren, immer einen Schritt voraus ist, jedenfalls begann sie in dem Jahr, als ich mich nach dem Tanzkurs in einer angesehenen Münchner Baufirma zur Technischen Zeichnerin ausbilden ließ, mit ihrem Studium an der AA. Während ich verscbissene Windeln wechselte, weil das Gänseblümchen im unpassenden Moment AA gemacht hatte, bereitete sich die Babylonierin, die meine baumeisterlichen "Legoträume" reasilierte, auf ein Diplom vor, das es ihr mit Unterstützung ihrer Sippe, die durch Immobilienhandel steinreich wurde, ermöglichte zu Beginn der 80er Jahre in London ein eigenes Architekturbüro zu eröffnen. Auf goldenen Grundmauern stehend, konnte es sich meine architektonische Doppelgängerin leisten auf Investoren zu warten, die es möglich machten ihre "verrückten" Hirngespinste zu realisieren. Während sich Zaha Hadid mit ihren spektakulären Entwürfen, durch die sie 2004 als bislang einzige Frau den Architektur-Oskar erhielt, in den Designerhimmel schraubte, blieb ich als in München geborene unerwünschte Eisenbahnerziehtochter solange auf der Strecke, bis ich über den Jordan flog, um am 4. Dshumada 'l-Achira 1425 (22. Juli 2004/Maria Magdalena) eine neue Identität anzunehmen. Seither heiße ich nicht mehr Haußmann (Husmani), sondern Zusa (H)Arid.geborene Husmani. Der Dshumada ist der 6. Monat des Islamischen Kalenders, in dem der erste (19. Juli 2004) sowie der 11. Tag (29. Juli 2004), ähnlich wie der 13. Freitag, als Unglückstag gilt. Der erste bzw. elfte Dshumada entspricht dem 1. /11, Aw im Jüdischen Kalender, dem zufolge wir am 4. Aw 5764 geheiratet haben. Während es im 6. Monat nach islamischer Zeitrechnung keine Feiertage gibt, ist der 9te Tag im 11ten bürgerlichen Aw-Monat ein Trauerfastentag, welcher an die Zerstörung des Jerusalemers Tempels erinnert. Laut Mischna begann die jüdische Unglücksserie, nicht an 9/11, sondern als der biblischen Mossad-Truppe angekündigt wurde, dass sie noch 40 Jahre marschieren müsse, um das verheißene Milch-und-Honigland annektieren zu können.
40 Wochen nach dem verhängnisvollen Eisprung, der mich sechs Wochen vor meinem 18ten Geburtstag eine Rabenmutter werden ließ, kam Ende des 9. Monats (7. Februar 1991/23. Schewat 5751) meine Leibhaftige zur Welt, die unter dem Namen Verena (griechisch: Berena) Luise Haußmann registriert wurde. Während unzählige Gebärmütter die Niederkunft ihrer Nachkommen als Glückstag empfinden, hörte ich nach der letzten Presswehe den nicht enden wollenden Baby-Blues. 17 Jahre später entpuppte sich der 7. Februar tatsächlich als persönlicher Unglückstag, als Verenas Urgroßmutter, die sich als meine Gebärmutter ausgab, am 17. Geburtstag der Urenkelin einen Gehirnschlag erlitt, an dessen Folgen sie exakt zwei Monate nach dem Schlaganfall am 7. April 1991 starb. In diesem Zwischenzeitraum entdeckte Argonaut Jorgos in den Unterlagen der Pflegebedürftigen, für die ich als nächste Blutsverwandte die gesetzliche Vormundschaft übernommen hatte, einen Erbvertrag, welcher Licht in eine Vergangenheit brachte, in der ich von derjenigen, die mich bis zu meiner Volljährigkeit vor Ungemach hätte schützen sollen, verraten und als hausmännische Erbsündenbock an den Pranger gestellt wurde, der, so wurde es mir von der alleinerziehenden Alleinerbin eingetrichtert, den bösartigen Charakter der Haußmann-Oma in den Genen hätte. Die "Bösartige" hatte sich zu Lebzeiten geweigert, mit der Ehebrecherin unter einem Dach zu wohnen, prompt erlag sie ein halbes Jahr nach der standesamtlichen Eheschließung ihres Sohnes, der die Ehebrecherin gegen ihren Willen zur Frau genommen hatte, laut Totenschein an Karfreitag 1954 den Folgen eines unheilbaren kolorektalen Karzinoms (Darmkrebs). An Cäcilies Stelle hätte ich vermutlich nicht anders gehandelt, da Cäcilie Haußmann geb. Gerg a) ihrer ersten Schwiegertochter die Treue hielt  und b) eine "wilde Mischehe" in einem oberbayerischen Dorf nicht akzeptiert wurde. Zwei Monate und neun Tage nach dem 8ten Hochzeitstag läutete auch für Cäcilies einzigen Nachkommen, der sein gesamtes Vermögen mittels Erbvertrag seiner Witwe hinterließ, die Sterbeglocke.

Dass es sich bei den 5000 DM plus Zinsen, mit denen ich mir meinen ersten Hausstand finanzierte, nicht um ein mütterliches Geschenk, sondern um den väterlichen Pflichtteil gehandelt hatte, wurde mir nach erst nach Auffinden eines Erbvertrages bewusst, in dem ich ohne Angaben von Gründen mit 5 Jahren enterbt wurde. Entgegen meinem ersten Pflichtteil aus dem Jahr 1961, der anteilmäßig aus einer betrügerischen Schätzung ermittelt worden ist, bei der u. a. die Quadratmeterangaben für den immobilen Nachlass "vergessen" wurden, ging es bei der Berechnung meines zweiten Pflichtanteils korrekt zu, anderfalls hätte ich die Edelmänner wegen Betrugs vor den Qadi  (arabisch: Richter) gezerrt. Der wäre sicherlich von meiner Anwältin auf die fehlenden Quadratmeter aufmerksam gemacht worden, schließlich ist der Preis einer Immobilie abhängig von Lage, Baujahr, Ausstattung und Dimension. Eine ETW im Stadtteil München-Sendling Baujahr 1972 mit 81,5 Quadratmeter wird z. B. derzeit für 320.000 T€uro angeboten, eine Ein-Raum-Wohnung Baujahr 1959 ist hingegen schon für 130.000 € zu haben. Für eine 2,5 Zimmer-Wohnung (84 m²) in einem sanierten Schwabinger Jugendstilhaus muss die/der KäuferIn 841.500 € berappen und der Quadratmeterpreis eines Yantsinger Grundstückes liegt bei 250 €uro. Bei einer Große von ca. zwei Tagwerk (3408 m²) multiplizieren sich die Quadratmeter zu einem Sümmchen, das mich heute, ohne einen Finger krumm machen zu müssen, zur 1,7fachen Millionärin machen würde. Mit dem Grundkapital hätte ich mir locker ein Architekturstudium nebst Büro finanzieren können, wenn der damalige zweite Bürgermeister bei der amtlichen Schätzung statt Schlafzimmer, Heuwagerl und Werkzeug die zwei Tagwerk Grund angeben hätte. Wie's der "Zufall" will wurde nicht meine Taufpatin zum Vormund bestellt, sondern der Schwiegersohn des Kirchenwirtes, der dem Yantsinger Beichtvater, welcher meinem krebskranken Ziehvater die "Letzte Ölung" verpasste, nach dem Gottesdienst täglich frische Weißwürste servierte. Nach der haußmännischen Kranksalbung lief es für einige Stammtischbrüder, die sich beim Schafkopfen gegenseitig übers Ohr hauten, wie geschmiert bis zu jenem Tag, als der junge Koasa, wie Lorenz Edelmann im Dorf genannt wurde, in seinem weißen Opel Kadett vor unserem 300jährigen Geisterhaus parkte, um die Hur', die der verwitweten Haußmannin nur Verdruss machte, zum Tanzkurs abzuholen.
Dass Kaiser&Könige der Hure-von-Babylon den Hof machen, steht in der Johannesoffenbarung, die ein mit Gold, Edelsteinen und Perlen geschmücktes Weib im scharlachroten Purpurgewand beschreibt, die in ihrer Hand den Gralsbecher hält, gefüllt mit der Unsauberkeit ihrer Hurerei. Hure (arabisch: Freiheit) ist ein deutsches Synonym für Frauen, die sich durch Prostitution bzw. sexuelle Dienstleistungen ihren Lebensunterhalt verdienen wie z. B. die Hauptdarstellerin in dem Film "Jagdszenen aus Niederbayern", die für jedes außereheliche Vergnügen der ansessigen Ehemänner einen angemessenen Brautpreis verlangte. Am Ende wird sie von einem schwulen "Sodomisten", der mit Weibern  nichts am Hut hat, aus Verzweiflung umgebracht. Als ich das erste Mal von meiner Alleinerziehenden als Hure beschimpft wurde, konzertierten sich meine sexuellen Handlungen auf kindliche Doktorspiele. Der letzte "Hurengruß" ereignete sich ca. drei Jahre nach der Geburt meiner Leibhaftigen, als ich als frisch gebackene Singlefrau nach einer durchtanzten Disconacht von einem Freier nach Hause kutschiert wurde. Ehrlich gesagt kenne ich bis auf mich und ein paar dramatische türkische Filmszenen keine andere, die von ihrer Gebärmutter als Hure beschimpft wurde. Im osmanischen Kultur sind es in der Regel die Väter und Bruder, die den Bannfluch sprechen, der eine zur gesellschaftlichen Außenseiterin machte. Nach muslimischen Spielregeln reicht es schon als Hure zu gelten, wenn eine beim Händchenhalten mit einem Liebsten erwischt wird, welcher als Schwiegersohn nicht in Frage kommt. Obwohl ich keine türkischen Brüder habe, die die Familienehre bis aufs Blut verteidigen, wurde ich als 13jährige von meiner Schutzbefohlenen öffentlich als Hure gebranntmarkt, weil ich mit einem Schwarm aus meiner Clique zwischen Hunderten von Badegästen "halbnackt" herumknutschte. Das Ungemach das am ersten Augustsonntag 1969 über mich hereinbrach kündigte sich bereits aus der Ferne an, doch richtig peinlich wurde es, als die Zuschauer mitbekamen, dass die Scharfrichterin, die sich Anfang August 1969 von ihrem Neffen aus erster Ehe zum Aschheimersee kutschieren ließ, um mich bis auf die Knochen zu blamieren, ihrer eigenen Tochter den Kopf abschlug. Fortan lebte ich mit dieser Schande bis mir Muttis Neffe aus erster Ehe auf dem Weg ins Perlacher Krankenhaus, in dem die Henkerin seit dem Gehirnschlag am 17. Geburtstag ihrer Enkeltochter den Tod herbeisehnte, offenbarte, dass der hilfsbereite Maler Meier der Liebhaber der Ujna (serbisch: Frau des Onkels) gewesen sei. Nun musste ich nur noch 1 + 1 addieren, um zu dem Ergebnis zu kommen, dass Muttis Auftritt am Badeweiher eine perfide Iszenierung war, um mich von einem 17jährigen Gastwirtsohn aus dem Nachbardorf fernzuhalten, der sich nach dieser Blamage nie wieder bei mir blicken ließ. So kam es, dass der Trautmann Schorsch bis heute nicht weiß, dass ich vom verheirateten Liebhaber meiner Mutti, der regelmäßig in die "Alte Post" am Stammtisch erschien, vor ihrem ersten Eisprung zu sexuellen Handlungen genötigt wurde, für die sie als eine von der eigenen Mutter gebranntmarkte H.u.r.e einen hohen Preis zahlen musste.
Obwohl ein altes Sprichwort besagt, dass ein Apfel unter der Baumkrone liegt, an dem er zur Geschlechtsreife herangereift ist, dauerte es ab dem 14ten Lebensjahr noch weitere 35 Jahre, bis ich endlich begriff, dass meine Nabelschnur nicht am mütterlichen Galgen, sondern am Ast einer Nichte hing, die ihre Tante "Mutti" und deren Schwester "Mama" nannte. Wie den Edelmann Lorenz kannte ich meine Cousine vom Hörensagen, ebenso die Hilgerin, wie meine Mutti ihre Schwester seit dem Tag bezeichnete, als diese ihr angeblich unterstellte zwei Federbetten gestohlen zu haben, die bei der Ermittlung meines Pflichtanteils vom 24. Januar 1962 als drei Betten mit einem Gesamtwert von 450 DM auftauchen. Im Vergleich zum Wohnhaus einschließlich Nebengebäude, das ebenfalls ohne Quadratmeterangaben bewertet wurde, ein stolzer Preis, der darauf schließen lässt, dass die Federn vergoldet gewesen sein müssen, anders lässt es nicht erklären, dass weder der Yantsinger Kirchenwirt, der meine Rechte als gesetzlicher Vormund einnahm, noch das Sauberger Vormundschaftsgericht auf die Idee kamen, dass sich der 2. Bürgermeister, welcher die Schätzung beglaubigte, bei dieser Kostenschätzung vollkommen besoffen gewesen sein muss. Dass mein Vormund, der sich als Vater einer nahezu gleichaltrigen Tochter nicht zu schade war, eine 6jährige um ihr Erbe zu betrügen, zufällig der Schwiegerenkel jenes Halsabschneiders gewesen ist, der dem Gerg Fritz das verwahrloste Anwesen unterhalb der benefizialen Hoegerstiftung verscherbelte, verleiht dem Betrug, der wie ein Fluch auf einer unter fragwürdigen Umständen "geborenen" Gemeinde lastet, die 2012 ihr 1200jähriges Bestehen feierte, eine pikante Note, die nach Pech, Schwefel, Verwesung und Weihrauch stinkt. An Georgi 812 überschrieb ein Diakon namens Suuidhart "sein" mütterliches Erbgut einem Freisinger Bischof namens Hitto, der womöglich am 20. April 1889 in Braunau reinkarniert ist, um nach dem Untergang der Habsburger ein Tausendjähriges Reich zu gebä, das in der Yantsinger Chronologie ebenso vergegessen wurde, wie der 1. Weltkrieg oder die Quadratmeterangaben in einer Schätzurkunde, die der Ermittlung meines väterlichen Erbgutes bzw. Pflichtanteils als Grundlage diente.
Mitwisserin Anka Haußmann, geschiedene Isajlowitch geb. Popp, die mir eine falsche Identität verpasste, um ihren verhängnisvollen Seitensprung mit dem Ehemann ihrer Schwester nicht publik machen zu müssen, aus dem meine Gebärmutter hervorging,  verblieb nach dem Deal genügend Zeit für eine Kurskorrektur, doch die "Diva" zog es vor ihre hausgemachte Tragödie solange zu inszenieren, bis den hausmännischen Ahngeistern am 17ten Geburtstag der Alleinerbin, die auf Anraten eines Anwaltes im Einklang mit ihren Adoptiveltern auf eine vorzeitige Schenkung drängte, die Sicherungen durchbrannten. Die Notbremse, die im Mondtöchtertarot als "Blitz der Erkenntnis" beschrieben ist, löste bei der Erblasserin einen Schock aus, der jeglich Schenkung zunichte machte und stattdessen Licht ins Dunkle brachte. "Die Möbel kannst du behalten, mich interessiert nur die Hülle", hörte ich den Schell'nkini sagen, der nach meinem Verschwinden von einer unersättlichen Gier gerieten wird, die ihn wie seinen gleichnamigen Vater zum Mörder werden ließ. Der hätte mich am liebsten aus dem Weg geräumt, ebenso dessen Lieblingstochter Beronika, die einen schießwütigen Figaro geheiratet hatte, der nach der Hochzeitsnacht im schwiegerväterlichen Jagdgebiet solange Hochsitze aufstellte, bis sich der einst dicht bewachsene Kaiserwald wie der Rock jenes Bettelmannes lichtete, von dem die Mühlliesl einst sagte, dass er nicht mehr zu bremsen sei, sobald ihn eine(r) auf's Pferd hieven würde. Dass die Prophezeiung nicht nur den Großvater meiner Leibhaftigen betraf, der den unsichtbaren Zeitraum zwischen 1933 und 1945 nutzte, um in den Besitz einer bäuerlichen Einöde zu gelangen, sondern auch dessen Kronprinz betraf, welcher nach unserer Trennung nicht davor zurückschreckte in Erbangelegenheiten über Leichen zu gehen, ist mir einst nicht im Traum eingefallen, andernfalls hätte ich bis dato keine Schwangerschaftsstreifen.
 "Liebe macht blind", besagt ein Sprichwort, jedenfalls musste ich erst über den Jordan gehen (fliegen), bevor mir auf dem Yantzinger Friedhof die Augen aufgingen nach der goethischen Faust-Maxime: Was du ererbt von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen. Wenn es nach dem väterlichen Erbrecht gegangen wäre, hätte der alte Edelmann den elterlichen Hof im Dorfzentrum überschrieben bekommen und nicht das abgelegene, an eine Ziegelfabrik angrenzende Gehöft, das zwei Maiers gehörte, die in jenen zwölf tausendjährigen Jahren umkamen, die in der Yantsinger Chronik nicht existieren. Ob die maierischen Erblasser, die sich mit dem Edelmann auf dem alten Yantsinger Friedhof eine Grabstätte teilen, eines natürlichen Todes gestorben oder bei einer SA-Treibjagd ums Leben gekommen sind, zählt zu den dunklen Geheimnissen, die edle Bettelmänner nicht mit ins Grab nehmen, sondern einem Stellvertreter Gottes beichten. Die lassen sich, je nach Schwere der Sünde, die Reinwaschung in Gold aufwiegen. Bei einer Notlüge reichen drei Vater-Unser, bei einem Doppelmord aus Habgier muss der reu(d)ige Mörder schon tiefer in die Tasche greifen, um sich im "Ewigen Leben" nach dem Tod von Schuld freizukaufen.

Kein Beichtgeheimnis ist, dass die beiden Edelmann-Brüder, deren Gehöfte durch die 12er getrennt werden, warum auch immer zu Todfeinden wurden, die sich postum auf dem Friedhof Maria Geburt gegenüberliegen. Matthias Edelmann, der Großonkel meiner Leibhaftigen, die seit der Adoption Verena Luise Edelmann heißt, wartet in dem nach Westen ausgerichteten Familiengrab auf's Jüngste Gericht. Dessen brüderliche Todfeind, der im "vergessenen" Krieg ein Auge verlor, ist durch den Hoegerweg, der am Südtor in die wundersame Wallfahrtskirche namens "Maria Geburt" mündet,  von einer Sippe getrennt, die namentlich am Stammbaum einer Münchner Schwedengeißel hängt, die dem siegreichen Wasakönig Gustav Adolf die Zahlung einer beachtlichen Lösegeldsumme garantierten. Das Lösegeld bewahrte die kurfürstliche Residenzstadt der Wittelsbacher vor der Zerstörung durch die protestantischen "Wikinger". Der 30jährige Krieg, der mit dem Prager Fenstersturz (23. Mai 1618) seinen Anfang nahm, endete mit dem Westfälischen Frieden, der zwischen dem 15. Mai und dem 24. Oktober 1648 in Münster und Osnabrück geschlossen wurde. Schlüsselfiguren auf Seite der katholischen Inqusitionsliga, sind Wallenstein und der belgische Heerführer, Graf von Tilly. Der fuhr wie Hitler am 30. April zur Hölle, nachdem er sich bei der Schlacht bei Rain am Lech (15. April 1632) eine unheilbare Verletzung eingehandelt hatte. Provisorisch in der Ingolstädter Jesuitenkirche zwischengelagert, wurde Tillys  Reliqie zwanzig Jahre später nach Altötting exportiert, um dort in Stiftskirche St. Philipp und Jakob in einem gefensterten Sarg das Jüngste Gericht abzuwarten. Das eiserne Herz des Heerführers, der für die sogenannte "Magdeburger Hochzeit" (20. Mai 1631) verantwortlich ist, bei der ca. 20.000 EinwohnerInnen, die sich nicht freikaufen konnten, von Tillys Folterknechte abgeschlachtet wurden, befindet sich in gnadenloser Obhut einer "Schwarzen Madonna", die im Sanskrit KALI  wie Ali heißt. Nach der Magdeburger Hochzeitsnacht schrieb der kaiserliche General Pappenheim, dem zu Ehren in München eine Straße benannt wurde, in sein Kriegstagebuch: "Ich halt, es seyen über zwaintzig Tausent Seelen darüber gegangen. Es ist gewiß, seyd der Zerstörung Jerusalem, kein grewlicher Werck und Straff Gottes gesehen worden. All unser Soldaten seind reich geworden. Gott mit uns". Am 25. Mai fand eim Beisein von  Inquisitor Tilly im Magdeburger Dom ein katholisches Requien statt, an Johanni 1631 (24. Juni) verfasste seine "Heiligkeit" eilig ein Dankesschreiben, in dem er seine päpstliche Freude über die lutherischen "Vernichtung des Ketzernestes" zum Ausdruck brachte: Lieber Tilly, zeig mir doch, was Luther Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten. Im Namen des Vaters, des Sohnes und unseres Geistes - Regensburg, 11/12. 9. 2006 gezeichnet Benedikt. 
Die „Magdeburger Hochzeit“ gilt als das größte und schlimmste Massaker eines 30 Jahre währenden Kreuzzuges oder Inquisitionkrieges, bei dem nicht vereinzelte Scheiterhaufen verkohlten, sondern flächendeckend terrorisiert, gefoltert, vergewaltigt, geraubt und massakriert wurde. Es heißt, dass die Schreckenstaten von einer Entsetzlichkeit gewesen seien, dass die Betroffenen das Trauma nicht in Worte fassen konnten. Stattdessen erlebten die Schreckensszenarien, von namhaften Künstlern auf barocke Leinwände gemalt oder figürlich geschnitzt, in katholischen Kirchen eine spirituelle Renaissance.   Nach der Magdeburger "Bluthochzeit", die an die Bartholomäusnacht (Pariser Bluthochtzeit 24/25. August 1572) erinnert,  die u. a. auf das Seelenkonto der päpstlichen Prinzregentin Katharina von Medici geht, ging der Begriff "magdeburgisieren", ein Synonym für "völlig zerstören, auslöschen" als Sinnbild für "größtmöglichen Schrecken" in die deutsche Sprache ein. Die magdeburgisierende Nachricht erreichte nicht nur den Papst sondern auch den ketzerischen Wasa-König, der am 17. September 1631 dem Tilly bei Leipzig einen hugenottischen Denkzettel verpasste. Die Katholischen Liga wurde unter seiner Führung vernichtend geschlagen und konnte im folgenden Jahr den schwedischen Vormarsch in Süddeutschland auch postum nicht aufhalten.
Während sich die Einwohnerzahl in der Reichsstadt Magdeburg von einem Tag auf den anderen halbierte, wurde anno 1631 auf Veranlassung von Kurfürst Maximilian die Yantsinger Volksschule gegründet, in der ich ab September 1962 spielerisch das Zahlenmagie-ABC lernte. Anders mein Mitschüler und amtierender Bürgermeister, der bei der diesjährigen Modernisierung der Homepage einen Druckfehlerteufel übesah der besagt, dass der Baubeginn einer 1681 fertiggestellten Wallfahrtskirche auf das Jahr 1877 datiert ist. Unabhängig davon verkaufte die Familie Armannsperg anno 1633 ihre Güter an den Münchner Kaufmann und Ratsherrn Leonhard Höger, der jenes Schloss erwarb, welches von Kupferstecher Michael Wening verewigt wurde. Peter Høeg, der dänische Autor von "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" erweckt in mir das heroische Gefühl, dass der Münchner Ratsherr Høeger, ohne den es weder die Yantsinger Höger-Kapelle zum "Heiligen Kreuz" noch den barocken Mundita-Kult auf dem Münchner Petersberg gäbe, ein hanseatischer "Wikinger" sein könnte, der, wer weiß das schon, beim Bau einer einer schwedischen Windmühle keltische Fürstengräber entdeckte. In einer gedruckten Chronik der 1200jährigen Gemeinde ist von einer Mühle die Rede, die auf einem Kürn- bzw. Kornberg stand, der im Yantsinger Volksmund Koasa heißt. 
Ob sich der örtliche Begriff "Kaiser" von Karl der Große, Friedrich Barbarossa oder von Kasamandl ableitet, bleibt abzuwarten, da es sich auf jeden Fall um eine Sagengestalt handelt, der alle möglichen Legenden angedichtet werden. Unter Kasamandl verstehen die Alpenländer einen Wintersenn, welcher nach dem Almabtrieb in leere Hütten einzieht. Die lichtscheue Sagengestalt schreckt Gemsenjäger aber auch die nächtliche Ruhe von Wildschützen wie den  Jennerwein (**6. November 1877), der beim hungrigen Volk ein höheres Ansehen genoss wie die verhassten Kaiserjäger, die die Gamsen nur zum Spaß abknallten. Dass der alte Edelmann, bevor er sich das private Jagdrecht auf dem Koasaberg "einmeierte", zum Wildern ging, kann ich mir lebhaft vorstellen, ebenso dass die saftigen Wiesen auf der Anhöhe im Sommerhalbjahr als Malga (italienisch: Alm) genutzt wurden. "Auf' da Oim, do gibt's koa Sünd" heißt es in einem Volkslied, das auf die sexuellen Ausschweifungen der feschen Sennerinnen anspielt, die im Gegensatz zu den bigotten Weibsbildern, die ihr verheiratetes Geschlecht mit Weihwasser besprengten, zum Beichten keine Zeit hatten. Bei den dreisprachigen Eidgenossen gibt es eine aufschlussreiche Alpensaga von einer Sennentuntschi, im Volksmund auch Hausäli oder Sennenpoppa (Puppe/Popelka) genannt, die 2010 in moderner Fassung in die eidgenössischen Kinos kam: 1975 in den Bündner Alpen: Ein junger Geistlicher wird erhängt im Glockenturm aufgefunden. Bald darauf erscheint im Dorf eine sprachlose junge Frau auf, die von den argwöhnischen EinwohnerInnen in die Berge verbannt wird. Dort begegnet die Ausgegrenzte drei einsamen Hirten, die sie ihrerseits für eine zu Fleisch gewordene Strohpuppe halten, die den Sennen zur sexuellen Befriedigung diente. Im Absinth-Almrausch vergewaltigen die Schöpfer ihr stummes Geschöpf, das als Vorwarnung zuerst die Ziegen und als der Missbrauch nicht endet, in Folge die Vergewaltiger tötet. Währenddessen mehren sich im Tal die vom Dorfpfarrer forcierten Gerüchte, dass die unbekannte Frau eine Dämonin sei, die seit hunderten von Jahren ihr mörderisches Unwesen treiben würde. Zum Beweis seiner Hetztiraden stellt er das in den 50er Jahren entstandene Foto seiner Ex-Geliebten zur Schau, die der "Strohpuppe" nicht nur verblüffend ähnlich sieht, sondern obendrein mit damaligen Mordfällen in Verbindung gebracht wird. Nur ein Polizist namens Reusch stellt sich auf die Seite der "Unerwünschten" und findet heraus, dass die Verteufelte in Wahrheit die Tochter des Gemeindepfarrers ist, der den Fehltritt nicht standesgemäß bei der Nottaufe ertränkte, sondern wie den Kaspar Hauser jahrelang in einem Kellerverließ gefangen hielt. Nach der Verhaftung des Kinderschänders, der vor seiner Verhaftung die Kronzeugin, die er einst schwängerte, zum Schweigen bringt, indem er sie einer alten Gewohnheit folgend, in den freiwilligen Tod hetzt, findet der Dorfpolizist die "zurückgebliebene" Pfarrerstochter auf der Alp. Die zeigt ihm bedenkenlos die drei toten Vergewaltiger, von denen nur die mit Heu ausgestopfte Haut übrig geblieben ist. Reusch kommen angesichts des realen Alptraumes Zweifel, ob sein Schützling, die sich wie ihre Mutter in auswegloser Situation das Leben nimmt, nicht doch ein Dämon sei. Von Schuldgefühlen gepeinigt, nimmt  er vom Schusswaffenrecht gebrauch und beendet sein sinnloses Leben. So gesehen ist es nicht verwunderlich, dass der junge Edelmann, der meine Leibhaftige einschließlich urgroßmütterlichem Nachlass adoptierte, mir vier Wochen vor dem Ableben der hausmännischen "Adoptivschwiegermutter" bei einem konspirativen Treffen beim Augustinerwirt in der Münchner Fußgängerzone erklärte, dass er als genetischer Vormund der 17jährigen Alleinerbin nur an der Hülle (Husse/Hus/Haus) und nicht an der hausmännischen Einrichtung interessiert sei.
Fortsetzung folgt...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen